Fahrzeuge> Triebwagen 557



Geschichte des Fahrzeuges

Ab 1973 hatte die Bremer Straßenbahn AG damit begonnen, sogenannte Stadtbahnwagen als Weiterentwicklung der Hansa-Kurzgelenktriebwagen zu beschaffen. Da der bisherige Lieferant Hansa-Waggonbau GmbH in Konkurs gegangen war, wurde deren Konstruktion von Wegmann in Kassel ausgeführt. Zur Vereinheitlichung wurden viele Komponenten aus dem Omnibusbau verwendet. - Seitenfenster, Pneumatische Türbetätigung und Wagenfederung.
Die erste Serie wurde 1973 als Typ GT4d, die zweite Serie 1974 als Typ GT4e und die dritte Serie 1977 als Typ GT4f mit insgesamt 61 Trieb- und 58 Beiwagen beschafft. Sie besaßen ursprünglich eine hydraulische Gelenkansteuerung, die sich aber nicht bewährte und deshalb Anfang der achtziger Jahre gegen mechanische Version mit Druckfedern ausgetauscht wurde. Äußerlich wirken die Wagen durch ihre zwei Scheinwerfer und die breiten Außenschwenktüren wesentlich moderner als ihre Vorgänger. Die Triebwagen 560 und 561 wurden später unter Verwendung des Beiwagens 758 als Versuch für die zukünftigen GT8N zum dreiteiligen Sechsachser umgebaut.
Der Wagen 557 entstammt der dritten Serie aus dem Baujahr 1977. 1992 bekamen alle Bremer Straßenbahnen eine 3 vor ihre Wagennummer, und so hieß der Wagen nun 3557. Der Wagen ist zusammen mit dem Beiwagen 3747 im Depot Sebaldsbrück abgestellt und wird in nächster Zukunft der neue Wegmann-Museumszug.

Technische Daten


Hersteller: Wegmann & Co.,Kassel
Baujahr: 1977
Ende des Linieneinsatzes: 2009
Länge über Rammbügel: 16700 mm
Breite: 2300 mm
Höhe: 3055 mm
Gewicht: 21,2 t
Sitzplätze: 44
Stehplätze: 94
Motor: 2x USC 6456 R 2
Leistung: 163kW
Fahrschalter: NF593 Kiepe
Bremse: Schienenbremse 4 x 4t, Generatorbremse, Federspeicherbremse
z. Höchstgeschwindigkeit: 70 km/h


Tw 557 in Gröpelingen_______________________________________________Foto: D.Krebs FdBS