Fahrzeuge> Projekte> Werkstatt Walle - Pferdebahnwagen 23 Teil 6


Die Geschichte, Bergung und Restaurierung des Pferdebahnwagen 23
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07.02.2017

 

Fotos: G.Borcherding / V.Hilse FdBS

Um die neue Dachverschalung herzustellen zu können, müssen die exakten Maße erfasst werden. Sie waren farblich im Wechsel verlegt und heller und dunkler gebeizt. - Die Spanten und die beiden Längsträger sind restauriert und werden wieder zusammengesetzt. Die Spanten werden eingeleimt und mit ihren originalen Hartholzdübeln befestigt. Die Tragkonstruktion des ersten Seitendaches wird wieder eingesetzt.


08.02.2017

 

Fotos: V.Hilse FdBS

Jetzt ist auch die zweite Seite wieder komplett. Die provisorisch eingedrehten Messingschrauben kennzeichnen die Haltepunkte der Seitenschilder, damit sie beim Eindecken nicht vergessen werden.


18.02.2017

 

20.02.2017________________Fotos: G.Borcherding FdBS

Die oberen Längsträger und die Bögen über den Türen haben wieder 10mm Halbrundleisten als Verzierung erhalten. Sie waren nicht mehr vorhanden, man konnte aber ihre Abdrücke erkennen. Die beiden Dachteile und der Lampenkasten wurden durch Beizen farblich angepasst. - Danach Endbehandlung mit dem bewährten Leinöl.


11.04.2009

 

24.02.2017________________Fotos: G.Borcherding FdBS

Ein Vergleich: Als um 1900 der Wagen zum Beiwagen umgebaut wurde, waren auch die Kästen für die Petroleumlampen entbehrlich. Fortan wurde das Wageninnere durch drei elektrische Glühbirnen erhellt. - Links ist der Platz nach Entfernen der Farbe zu sehen (2009). Jetzt wurde unter Verwendung des selben Rahmens und des Kopfteiles der neue Lampenkasten geschaffen. - Identisch natürlich auf der gegenüber liegenden Seite.


Vor längerer Zeit habe ich mit 3D Stereo-Fotos, genannt Anaglyphen, experimentiert. Hier mal ein Beispiel des Wageninneren. Rot/Grün-Brille aufsetzen und der Monitor erhält Tiefe.


07.03.2017

 

Fotos: V.Hilse / G.Borcherding FdBS

Nachbau der kleinen Rauchabzüge für die Petroleumlampen. Aus 0,5mm Messingblech wird ein passender Streifen zugeschnitten (50er Rohr = 157mm breit + 5mm Lötnaht). Danach mit Hilfe eines Rundstahles in Form und mit Kabelbindern langsam auf das richtige Maß gebracht. Dann wird die Naht mit dem Lötkolben 150W verlötet und nochmal die Form korrigiert.


08.03.2017

 

09.03.2017________________Fotos: G.Borcherding FdBS

Bausatz Rauchabzug - jedes Teil Handarbeit. Man muss tätsächlich seine Kenntnisse in Geometrie ausgraben um die Formen herzustellen.


10.03.2017

 

Fotos: G.Borcherding FdBS

Das Innenleben der Lampenkästen ist zugeschnitten und muss noch verlötet werden. Die seitlichen Flächen tragen zum Schluss die Reflektionsspiegel. - Beide Rauchabzüge stehen an ihrer zukünftigen Stelle.


13.03.2017

 

Fotos: G.Borcherding FdBS

Der erste "Ofen" ist verlötet. Im Hintergrund erhält der, in Hauptuntersuchung befindliche, älteste Triebwagen 49 neue Fensterscheiben aus Verbundglas. - Mal ein Blick aus entgegengesetzter Richtung durch das Kunstglas des Lampenkastens.


14.03.2017_________________Foto: G.Borcherding FdBS

 

14.03.2017___________Foto: M.Spinnreker Firma Mevert

Der erste Reflektor ist fertiggestellt. - Das Oberdach ist fast fertig restauriert. Die Arbeiten führt M.Spinnreker von der Tischlerei Mevert aus. Für die Wiederherstellung der Verzapfungen sind spezielle Maschinen notwendig. Zum Beispiel wurden die Eckbögen auf einer CNC-Fräse hergestellt. Nach dem Einbau wird dann das Oberdach, wie auch die anderen Dachteile mit neu angefertigter Schalung belegt.


15.03.2017_________________Foto: G.Borcherding FdBS

 

17.03.2017______________________Foto: V.Hilse FdBS

Die Lampenkästen sind fertiggestellt. Hier schon mal mit Petroleumlampe. - Michael liefert sein fertiges Werk an. Das Oberdach wurde unter Verwendung der alten Spanten und Endrahmenteile erstellt.


17.03.2017

 

Fotos: V.Hilse FdBS

Das Bauteil wird auch sofort an seinen Einbauplatz gehoben. - Stunden später sind bei allen, alten 18 Fensterstützen die Verzapfungen angepasst und eingeleimt. Mit den Zwingen werden die Leimverbindungen gepresst, aber auch das gesamte Dach gerichtet. Die 20 kleinen Dachfenster sollen ja nachher auch passen.


Alle drei Projekte zusammen. Hinter dem Pferdebahnwagen stehen Triebwagen 49 und 557 und warten beide auf die Hauptuntersuchung.________Foto: G.Borcherding FdBS


21.03.2017

 

24.03.2017_______________Fotos: G.Borcherding FdBS

Das Oberdach ist jetzt durch das Verleimen sehr stabil geworden - Ansicht nach der Farbanpassung.


27.03.2017

 

30.03.2017_______________Fotos: G.Borcherding FdBS

Die Abgüsse der Halterungen für die Handläufe sind aus Nürnberg eingetroffen - Super Zusammenarbeit mit unseren dortigen Kollegen. Mein Dank an dieser Stelle nochmal. - Die ersten zehn Dachfenster sind wieder an ihrem angestammten Platz. Restauriert wurden sie bereits im März 2010! Eine Scheibe war schon bei der Auffindung nicht vorhanden. In unserem Fundus fand sich aber das gleiche Muster - nur etwas heller.


28. und 29.02.2017 (ohne Foto) neben den Arbeiten zur HU an Tw 49 wurde der gesamte Dachbereich mit dem bewährten Leinölfirniss behandelt.


31.03.2017

 

Fotos: G.Borcherding FdBS

Alle Dachfenster sind wieder eingebaut - das hat was. - Kleine Bastelei nebenbei. Die Herstellung der Lüftungsöffnungen aus Messing für die Lampenkästen. Nur die passende Lichtoptik fehlt noch.


02.04.2017

 

Fotos: G.Borcherding FdBS

Entwurf und Herstellung der Lichtoptik in Heimarbeit nach fotografischer Vorlage. Die Glaseinsätze stammen aus einer britischen Eisenbahnlaterne. Die Einfassungen sind aus Messingblech neu angefertigt


03.04.2017

 

05.04.2017_______________Fotos: G.Borcherding FdBS

Bedingt durch Arbeiten am Tw 557.musste der Pferdebahnwagen seinen Standplatz ändern. Hier sieht man ihn zusammen mit Tw 49 bei Rangierarbeiten. - Die in Heimarbeit hergestellten Frontleuchten sind jetzt eingebaut.


05.04.2017

 

Fotos: G.Borcherding FdBS

Auch die Abgüsse der Handlaufhalterungen des Nürnberger Wagens sind jetzt fertig poliert an ihrem angestammten Platz.


18.10.2017

 

Fotos: G.Borcherding FdBS

Nach 6 Monaten Pause, private Arbeiten und Projekt Tw 557, werden jetzt die Arbeiten am Wagen fortgesetzt. Ein Herbsturlaub wurde für die Berechnung der Plattformteile, Abschlussblech und Bremseinrichtung, genutzt. - Zwei BSAG-Mitarbeiter formen die Frontbleche nach einer von mir erstellten Holzschablone.


18.10.2017

 

Fotos: G.Borcherding FdBS

Auch für den Handlauf war eine Schablone erstellt worden. Dieser dient der Stabilität und ist Basis für die Handbremshalterung, den hölzernen Handlauf und die halterung für die Notauslösekette. - Am selben Tag sind die Bleche schon an Ort und Stelle.


20.10.2017

 

Fotos: V.Hilse FdBS

Das Blech für Plattform 1 mit seinen seitlichen Ausschnitten und Rundungen, und dem Ausschnitt für das Handbremsritzel wird angepasst und befestigt. - Mit einer provisorischen Welle (die Berechneten werden vom Dreher hergestellt) wird schon mal die Position geprüft.


23.10.2017

 

Fotos: V.Hilse FdBS

Das Blech für Plattform 2 wird angebracht. - Befestigt mit stilechten Zollschrauben (Kellerfund in einem aufgelösten Eisenwarenladen).


23.10.2017

 

Fotos: V.Hilse FdBS

Herstellung der Bohrungen für die Halteschellen. - Ansicht mit beiden Plattformabschlüssen.


23.10.2017

 

Fotos: G.Borcherding FdBS

Von dieser Bauart der bremskurbeln suchen wir noch zwei Exemplare!


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