Fahrzeuge> Beiwagen 1815



Geschichte des Fahrzeuges

Beiwagen 1815 wurde 1954 bei der Maschinenfabrik Esslingen hergestellt. Insgesamt umfasste diese zweite Serie 22 Trieb- und 20 Beiwagen.
Infolge von Produktionsengpässen wurden die Beiwagen 1815 bis 1824 komplett als Lizenzbau der Bremer Hansa-Waggonbau GmbH in Esslingen gefertigt. Erstmals beschaffte die Bremer Straßenbahn AG mit den ab 1953 in Dienst gestellten Großraumzügen Einrichtungsfahrzeuge, die an den Endhaltestellen Schleifen zum Wenden benötigten. Sie hatten also nur auf einer Seite einen richtigen Fahrerplatz, am hinteren Ende von Trieb- und Beiwagen war nur ein Rangierfahrschalter vorhanden. Türen gab es nur auf der rechten Seite. Neu war auch, dass Fahrer und Schaffner ihre Arbeit nun im Sitzen ausüben konnten. Der Schaffnerplatz war am hinteren Wagenende installiert. Es wurde der sogenannte Fahrgastfluss praktiziert, d.h. einsteigen musste man hinten, aussteigen in der Mitte oder vorne.
Anfänglich waren die Großraumzüge überwiegend auf der Linie 2 zu finden, kamen später aber auch auf der 3, 4, 15 und 16 zum Einsatz. Beim Personal waren die Züge recht beliebt, waren sie doch gut motorisiert und entsprechend zügig zu fahren. Lediglich die Laufruhe ließ im oberen Geschwindigkeitsbereich etwas zu wünschen übrig.
Im Dezember 1969 erfolgte die Umrüstung des Beiwagens auf Einmannbetrieb. Dazu entfernte man den Schaffnerplatz und baute Fahrscheinentwerter ein. Wollte man in dem Zug Fahrkarten kaufen, ging das nun nur noch beim Fahrer des Triebwagens.
1970 wurde der Beiwagen in 915 umnummeriert. Ab 1975 war der Wagen, wie auch alle seine Kollegen, nur noch auf der Linie 10 zu finden, woher auch seine Bezeichnung als "Alte Zehn" rührt, die er neben anderen Spitznamen wie "Zigarre" trägt.
1988 bekamen die wenigen noch vorhandenen Großraumzüge neue Wagennummern. Bw 915 wurde jetzt zu 695. Am 30. März 1990 wurde dieser Wagen als einer von zwei Großraumbeiwagen außer Dienst gestellt und nach dem Einrücken in Sebaldsbrück abgestellt. Der FdBS beließ ihn in seinem letzten Betriebszustand. Er ist Bestandteil des Straßenbahnmuseums als nicht fahrfähiges Ausstellungsstück. Im August 1992 erhielt der Wagen seine alte Nummer zurück und heißt seitdem wieder Tw 1815. Der Beiwagen ist baugleich dem Bw 1806. Ob er jemals betriebsfähig aufgearbeitet wird, ist ungewiss.


Technische Daten


Hersteller: Hansa - Waggonbau GmbH, Bremen
Baujahr: 1954
Ende des Linieneinsatzes: 1990
Länge über Wagenkasten: 13300 mm
Breite: 2200 mm
Höhe: 3016 mm
Gewicht: 10,4 t
Sitzplätze: 33
Stehplätze: 76
Motor: -
Leistung: -
Fahrschalter: -
Bremse: Schienenbremse 4 x 4t, Solenoidbremse, Abreissbremse, Feststellbremse mechanisch
z. Höchstgeschwindigkeit: 70 km/h