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Die Aufarbeitung des Beiwagens 1806
Teil 2

 

 

Beiwagen 1806 in Sebaldsbrück_______________________________________Foto: D.Krebs FdBS


Am 30. März 1990 wurde Beiwagen 1806 als einer von zwei Großraumbeiwagen außer Dienst gestellt und nach dem Einrücken in Sebaldsbrück abgestellt. Der FdBS versetzte den Beiwagen wieder weitgehend in den Anlieferungszustand zurück, wobei als auffälligstes Merkmal der Einbau der Schaffnerplätze zu nennen ist.
Seit dem Sommer 1990 ist der Großraumwagen zusammen mit Triebwagen 811 auf der Stadtrundfahrtlinie 15 zu finden, kann aber auch für Sonderfahrten gemietet werden. Im August 1992 erhielt der Wagen seine alte Nummer zurück und heißt seitdem wieder Bw 1806. Der Beiwagen ist baugleich dem auch noch vorhandenen Bw 1815.
Nachdem er im Frühsommer 2010 zusammen mit seinem Triebwagen 811 wegen fälliger HU abgestellt wurde, wurden nur sporadisch Tätigkeiten an ihm ausgeführt. Unter anderem wurden die Drehgestelle zwecks Neubereifung ausgebaut. Dieses Thema zog sich über mehrere Jahre hin. Die Drehgestelle waren dann am Jahresende 2014 fertig. Nun entschlossen wir uns zu einer Generalsanierung analog dem Tw 811 im annähernden Erscheinungsbild der Auslieferung. Diese Arbeiten werden wahrscheinlich im Mai/Juni 2015 mit der HU abgeschlossen sein.


27.02.2013

Fotos: V.Hilse FdBS

Der Beiwagen 1806 erhielt, wie sein Triebwagen 811 seine originalen Rückleuchten wieder, nachdem er drei Jahrzehnte mit Wegmann-Rückleuchten unterwegs war. Seine neuen Radreifen sind momentan in Lippstadt zum Ausdrehen und werden hoffentlich bald zurück in Bremen sein.


15.05.2014

Fotos: G.Borcherding FdBS

Oben: Neue Radreifen für die Achsen Bauart Klöckner des Beiwagens 1806. Im Rahmen einer Vertriebsvorführung erfolgte die Erhitzung zum ersten Mal mit Induktionstechnik, und nicht wie bisher mit drei Brennern. Innerhalb von 20 Minuten war der Radreifen auf ca. 280 Grad erhitzt.
Unten: Montage der Achse und Abkühlen mit Druckluft. Auch der zweite Radreifen wurde an diesem Tag noch aufgezogen. Eine Achse ist nun fertig. Hoffentlich folgen bald die Anderen.


26.05.2014 Aufziehen der restlichen sechs Radreifen für Beiwagen 1806____Fotos: G.Borcherding FdBS


Vorbereitung der Achsen mit angeschraubter Hebekonsole. - Der Radreifen wird mit einer Schutzdecke umwickelt, da das Induktionskabel nur bis zu 180 Grad ausgelegt ist und durch die höhere Temperatur des Reifens zerstört werden kann.


Das Aufheizen erfolgte mit der kleineren 10-kW-Einheit innerhalb von 20 Minuten. Die zusätzlich mitgebrachte 40-kW-Anlage der Firma Leifert Induction / Oldenburg schaffte es dementsprechend schneller. - Drei Vorgänge konnten gleichzeitig ausgeführt werden: Zwei Radreifen zeitversetzt aufheizen und einer kühlt nach der Montage ab. Die Höchsttemperatur des Reifens zur Montage liegt bei 250 - 260 Grad, also nur gelbliche, nicht bläuliche Färbung der Oberfläche.


Auch die BSAG-Mitarbeiter Stefan und Joachim müssen sich abkühlen - obwohl, die Hitze bei dem bisher verwendeten Ringfeuer oder Brennern wäre erheblich höher. - Die Hebe-Konsolen werden auf die andere Seite der Achse umgesetzt.


Als Zaungäste waren auch die Kollegen unseres Partnervereines "Förderverein Strassenbahn Hannover e.V." der ÜSTRA eingeladen (die beiden Kollegen links). Dieses Thema beschäfftigt mehr oder weniger alle historischen Straßenbahnvereine. - Sie waren zünftig mit dem Vereins-VW-Bus Typ 'T3' angereist.


Immer drei Vorgänge zugleich. Der Reifen im Vordergrund wird schonend mit Ventilatoren heruntergekühlt. - Prüfen ob ausreichendes Spaltmaß vorhanden ist.


Und schon kann der Radstern zügig herabgelassen werden. - Herstellerprägung Bochumer Verein.


Aufstellung zur Parade und zum Abtransport.


Das Beziehen der drei Achsen (sechs Radreifen) hat insgesamt nur vier Stunden gedauert. Bisher soll es eine Achse am Tag gewesen sein.
Die Freunde der Bremer Straßenbahn e.V. danken den Mitarbeitern der BSAG-Werkstatt für die sehr gute Zusammenarbeit. Diese Arbeit bringt uns ein großes Stück näher an die Fertigstellung des Beiwagens 1806.


27.05.2014

Fotos: V.Hilse / G.Borcherding FdBS

Heute sind die Achsen nach Sebaldsbrück zurückgekehrt und warten jetzt hinter ihrem zugehörigen Wagen auf den Einbau.


31.05.2014

Fotos: V.Hilse FdBS

Die Radlager werden wieder mit neuem Fett zusammengesetzt. Die Achsen können nun in ihre Drehgestelle eingebaut werden.


02.06.2014

04.06.2014________Fotos: G.Borcherding / V.Hilse FdBS

Radlagermontage - Anlieferung des zweiten Drehgestellrahmens aus unserem Außenlager mit Tw 701 als Arbeitwagen und Gleistransportlore.


04.06.2014

Fotos: G.Borcherding FdBS

Beide Drehgestelle sind fertig montiert. Der Sitz der Blattfedern wird mit fachmännischer Hilfe korrekt eingestellt. - Der nächste Schritt ist das Profilieren der Radreifen auf der Unterflur-Drehbank.


06.06.2014

Fotos: V.Hilse / G.Borcherding FdBS

Die beiden Drehgestelle wurden Richtung Unterflurdrehbank Flughafendamm verladen. - Tw 811 und Bw 1806 - bald werden sie hoffentlich wieder als Zug vereint sein.


05.08.2014

Fotos: V.Hilse FdBS

Die beiden Drehgestelle wurden nochmal zerlegt, da das Profil auf einer normalen Drehbank vorprofiliert werden musste.


08.08.2014

Fotos: G.Borcherding FdBS

Die Achsen wurden noch einmal aus den Drehgestellen ausgebaut, da ein Abdrehen auf der Unterflurdrehbank auf Grund der zu breiten Spurkranzrücken nicht möglich war. Auf einer herkömmlichen Drehbank wurden die Räder vorbereitend abgedreht. Nun können die Drehgestelle wieder komplettiert werden.


03.12.2014

Fotos: G.Borcherding FdBS

Der Fahrgastraum des Beiwagen 1806 ist geräumt und von seinem Kunststofffußboden (PVC) befreit.


05.12.2014

Fotos: V.Hilse FdBS

Die Drehgestelle werden wieder komplettiert.


12.12.2014

Fotos: G.Borcherding FdBS

Die zwecks Korrosionsschutz geöffnete Trapezluke im Bugbereich des Beiwagen 1806. - Der Seitenverkleidungen des Fahrgastraumes werden zur Überholung oder Ersatz durch neu angefertigte demontiert. Gleichzeitig wird das Außenblech auf Rostschäden geprüft und behandelt.


19.12.2014

Fotos: G.Borcherding FdBS

Die Lager für die Bremsschilde werden mit Fett verpresst. - Anschließend werden die Bremschilde aufgesetzt und befestigt.


03.01.2015

Fotos: V.Hilse FdBS

Die Drehgestelle sind fertig und abgenommen.


11.01.2015

Fotos: V.Hilse FdBS

Die beiden Heck- und Buggeschränke wurden von ihrem braunen Anstrich befreit.


13.01.2015

Fotos: V.Hilse FdBS

Links die neue Konsole für die Haltestange der Heckplattform. Rechts Einpassen des neuen Batteriekastens.


18.01.2015

Fotos: V.Hilse FdBS

Aufsetzen auf die Fahrgestelle und prüfen des Kurveneinschlages, da die neuen Radreifen breiter sind.


05.02.2015

Fotos: G.Borcherding FdBS

Schleifen des Sperrholzfußbodens. Er soll jetzt nicht mehr mit PVC belegt werden, da der Beiwagen dem Holzdesign des Tw 811 angepasst wird.


06.02.2015

Fotos: V.Hilse FdBS

Mühseliges Schleifen des Altfußbodens.


14.02.2015

Fotos: V.Hilse FdBS

Der Fußboden im Heckbereich ist neu angefertigt und wird mit einer 12mm starken Sperrholzplatte als Feinschicht belegt. Die Anfertigung der Schablone war bei den Rundungen des Wagens sehr hilfreich.


14.02.2015

Fotos: V.Hilse FdBS

Die Bestuhlung wird überholt.


14.02.2015

Fotos: V.Hilse FdBS

Der Fußboden erhält seinen ersten Anstrich.


Teil 2
Die Aufarbeitung des Beiwagens 1806